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Karfreitags-Ratschen

Auf Initiative vom Alfred Nesensohn wurde in unserer Gemeinde das Ratschen-Brauchtum wieder aktiviert. In vielen Stunden hat Alfred die verschiedensten Ratschenmodelle hergestellt und so damit gesorgt, dass eine Gruppe Jungmusikanten mit ihren Ratschen, auch Rätschen oder Klappern genannt, durch unsere Gemeinde ziehen konnten.

So machten sie auch Halt vor dem Gemeindeamt und wurden von Bürgermeister Karl Wutschitz freudig empfangen, der sich über die Brauchtumsbelebung freute.

Von Gründonnerstag bis zur Osternacht schweigen die Kirchenglocken, der Legende nach fliegen sie ja nach Rom.
Um dennoch den Gläubigen die Liturgiezeiten anzuzeigen und auf das Leiden Jesu am Kreuz aufmerksam zu machen wurden je nach Gegend Ratschen, Klapfen oder Knarren verwendet.

So entstand der Brauch des Karfreitagsratschens. Dabei zogen früher vor allem die jungen Burschen mit ihren Holzratschen oder Rätschen durch die Straßen und riefen so in die Kirche bzw. erinnerten die Gläubigen an das Sterben Jesu am Kreuz.
Je nach Gegend wurde dieses Brauchtum unterschiedlich ausgeführt. Im Jahr 2015 wurde das Karfreitagsratschen auch in die Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes eingetragen.

Auch in unserer Gemeinde sah und hörte man früher Kinder mit ihren Ratschen durch die Gemeinde ziehen.

Schön, dass dieser Brauch wieder belebt wurde und so seit vielen Jahren wieder Jugendliche mit ihren Ratschen durch Sulz ziehen.

Heute am Karfreitag ziehen die Jugendlichen durch das Unterdorf, morgen am Karsamtag dann durch das Oberdorf.