Loading

e5 Programm

Was bedeutet e5?

e5 ist ein Programm zur Qualifizierung und Auszeichnung von engagierten Gemeinden, die den effizienten Umgang mit Energie und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern in den Mittelpunkt stellen. Das Programm dient der Optimierung und Vernetzung kommunaler Aktivitäten:

  • sparsamer, effizienter Umgang mit Energie

  • Förderung erneuerbarer Energieträger (Sonne, Holz, Biogas)

  • Förderung sanfter Mobilität (Fahrrad, Bus, Bahn, Zufußgehen)

  • Klimaschutz durch die Verringerung des CO2-Ausstoßes

Sulz nimmt seit heuer am e5-Programm teil. Derzeit läuft die Zertifizierung.

Um die Leistungen der e5-Gemeinden sichtbar zu machen, werden ihre Aktivitäten regelmäßig durch eine externe Kommission bewertet und mit „e“ ausgezeichnet. Maximal sind 5 „e“ möglich.

Derzeit beteiligen sich über 30 Vorarlberger Gemeinden am e5-Programm. Jede e5-Gemeinde hat ein eigenes e5-Energie-Team, das sich um die Umsetzung von Energieprojekten kümmert. Das Energieinstitut Vorarlberg unterstützt die Teams dabei fachlich und fördert die Zusammenarbeit durch landesweite Treffen und Erfahrungsaustausch.

Sulz nimmt seit heuer am e5-Programm teil. Derzeit läuft die erste Zertifizierung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.energieinstitut.at oder unter www.e5-gemeinden.at.


e5-Team

Das Sulner e5-Team besteht aus folgenden Personen:

Teamleiter:
Jochen Seidl

Energiebeauftragter:
Ulrich Fehle

Mitglieder:
Bürgermeister Michael Schnetzer
David Calzone
Christina Pöder
Aaron Schnetzer
Gernot Ender

Ersatz:
Martin Hron

Antje Wagner vom Energieinstitut steht dem e5-Team als Coach zur Seite.


Auditbericht 2018



Fliegende Jäger der Nacht: Das faszinierende Leben der Mausohren

Kleines Mausohr (Myotis blythii) / Großes Mausohr (Myotis myotis)

Die Laute unserer Fledermäuse:
Diese Aufnahmen wurden bei der Sulner Kirche gemacht. Für unsere Ohren sind die Frequenzen nicht hörbar, deshalb ansprechen diese Aufnahmen einer Zeitdehnung von 10x.

Beide Arten gehören zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und sind bekannt für ihre charakteristischen großen Ohren, die ihnen ihren Namen verleihen.
Diese faszinierenden Säugetiere haben eine Vielzahl von Anpassungen entwickelt, um in unterschiedlichen Lebensräumen zu überleben und sich fortzupflanzen. Das Kleine Mausohr und das Große Mausohr spielen eine wichtige Rollen in den Ökosystemen.

1. Aussehen (die beiden Arten sind schwer zu unterscheiden):
- mittelgroße Fledermausart
- Flügelspannweite 35 - 40 cm
- Gewicht 20 - 30 Gramm
- kurzes, dichtes Fell (meistens graubraun oder gelbbraun)
- große und breite Ohren (ausgezeichnete Hörfähigkeit)

2. Lebensraum:
Beide Arten kommen in verschiedenen Lebensräumen vor, darunter Wälder, Waldränder, offenes Gelände, Gebäude und Felsformationen.

3. Nahrung und Jagdverhalten:
Sie ernähren sich von fliegenden Insekten wie Mücken, Nachtfaltern und Käfern und nutzen das Echolot-System, um ihre Beute zu orten.

Echolot-System:
- sie senden hochfrequente Ultraschallrufe aus
- Insekten und Objekte reflektieren diese Rufe
- mit diesem Echo können sie Insekten im Flug präzise lokalisieren und fangen

Das Große Mausohr jagt oft in der Nähe von Gewässern, wo Insekten in großer Zahl vorhanden sind.
Das Kleine Mausohr jagt häufig in offenen Landschaften und nutzt auch geringere Höhen beim Fliegen.

4. Fortpflanzung und Sozialverhalten:
Beide Arten sind vor allem in den Sommermonaten aktiv. Während dieser Zeit bilden sie oft Wochenstuben, in denen die Weibchen ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Die Wochenstuben können in Baumhöhlen, Gebäuden oder Felsformationen gefunden werden.
Im Winter halten sowohl das Kleine Mausohr als auch das Große Mausohr einen Winterschlaf. Während dieser Zeit ziehen sie sich in kalten Monaten in Höhlen, Kellern, Tunneln oder anderen geschützten Orten zurück. Der Stoffwechsel wird stark reduziert, um Energie zu sparen, da die Nahrungsressourcen knapp sind. Während des Winterschlafs verringert sich die Körpertemperatur der Fledermäuse, und sie verlangsamen ihren Herzschlag und ihre Atmung erheblich.

5. Bedrohungen und Schutz:
Beide Arten sind gefährdet und stehen unter Schutzmaßnahmen! Bedrohungen für diese Fledermausarten umfassen den Verlust von Lebensräumen, Störungen an ihren Quartieren, Veränderungen in der Landnutzung und den Klimawandel.

Schutzmaßnahmen für das Kleine und Große Mausohr:
- die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen
- die Schaffung von Schutzgebieten
- die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Schutz von Fledermäusen
- die Durchführung von Forschungs- und Überwachungsprogrammen